Das Internet der Dinge („Internet of Things“, „IoT“) ist heute in aller Munde, aber viele stellen sich die Frage: Was ist das eigentlich?

Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, das an einem Beispiel nachzuverfolgen. Nehmen wir zum Beispiel einen Kaffeeautomaten. Dieser ist ein Ding. Dieses Ding hat verschiedene Funktionen, die es bereits klassischerweise erfüllt. Es kocht Kaffee. Es kann ggf. den Kaffee zuvor zermahlen. Und es hat eine Heizplatte, die den Kaffee eine Zeit lang warm hält. Wie gelingt nun die Erweiterung in Richtung IoT? Zunächst wird ein Mikrocontroller hinzugefügt, der als eine Art Minicomputer zusätzliche Funktionalitäten hinzufügt. Beispielsweise wird es so möglich, einen Timer zu stellen, der dazu genutzt werden kann, den Kaffee morgens vollautomatisch vorbereiten zu lassen. Im nächsten Schritt wird dann noch ein Zugang zum Internet ermöglicht. Dann kann zum Beispiel über eine App der Befehl abgesetzt werden, dass der Kaffee jetzt gebrüht werden soll. Oder die Maschine kann über einen Sensor erfassen, dass der Kaffeevorrat erschöpft ist und eine Push-Nachricht generieren, dass der Kaffee nachgefüllt werden muss. Jetzt ist unser Kaffeeautomat ein echtes IoT-Gerät geworden!

Was Patente im Bereich IoT angeht, ist Deutschland übrigens ziemlich abgeschlagen. China und die USA haben laut IPlytics Anfang 2019 jeweils fast zehnmal so viele Patente im Bereich IoT angemeldet, wie es in Deutschland der Fall ist. In Europa sind wir kurz vor Großbritannien jedoch Spitzenreiter.

Quelle: IPlytics GmbH. (29. März, 2019). Länder mit den meisten Patentanmeldungen im Bereich IoT weltweit (Stand März 2019) [Chart]. In Statista. Zugriff am 18. Juli 2019, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1021389/umfrage/laender-mit-den-meisten-patentanmeldungen-im-bereich-iot/

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